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Vorlesung Intermetallische Phasen

2. Elementare Metalle, metallischer Zustand

2.3 Strukturchemie I: Einfache Strukturtypen (Cu-, Mg-, W-Typ)


Die echten Metalle kristallisieren fast alle in nur drei verschiedenen Strukturtypen. Zunächst soll an dieser Stelle eine kurze Wiederholung der Strukturchemie der drei einfachen Metallpackungen gegeben werden:

Die Verteilung der drei wichtigsten Strukturtypen von elementaren Metallen im Periodensystem ist der folgenden Abbildung zu entnehmen:


Die folgenden Tabelle enthält neben den Angaben zu den Kristallstrukturen Informationen über elektronische Strukturen:
- bcc fcc hcp
Struktur Ausschnitt (VRML) Elementarzelle (VRML) Ausschnitt (VRML)
Polyeder VRML VRML VRML
BZ periodisch und 1. BZ periodisch und 1. BZ periodisch und 1. BZ
BZ (mit Bezeichnungen)
Bandstruktur
Fermiflächen (links Cu, rechts Al)
DOS

Für die elektronischen Strukturen der drei Metallpackungen sind in obiger Tabelle zu den drei Strukturtypen jeweils die Brillouin-Zonen (Konstruktion siehe 2-dim. Fall) und in der asymmetrischen Einheit des k-Raums die speziellen Punkte angegeben.
Bei einfachen 'echten' Metallen (A1, A2 und z.T. auch B1) zeigen die Valenzelektronen die Charakteristika freier Elektronen, d.h. die Fermifläche ist eine Kugel bzw. es liegen nur geringe Abweichungen von freiem Verlauf (gestrichelt) vor. Als Beispiel ist die Bandstruktur von Al angegeben (EF = 0.9 Rydberg = 12 eV). Wichtig für alle physikalischen Eigenschaften ist vor allem die Form der Fermifläche. Diese ist oben als Projektion für f.c.c.-Strukturen am Beispiel von Cu (1 Valenzelektron, links) bzw. Al (3 Valenzelektronen, rechts) gezeigt.
im Einzelnen:

In der unteren Tabellenspalte sind die totalen Zustandsdichten für die drei Metallstrukturtypen für ausgewählte Elemente gezeigt: Aus den Zustandsdichten ist zu erkennen, daß die minimalen Bragg-Reflexion an den Kanten der Brillouin-Zonen strukturbestimmend sind. Allgemein ist eine jeweils voll besetzte Brillouin-Zone immer energetisch günstig.
Aus dem Vergleich der Energien für die unterschiedlichen Strukturtypen - hier relativ zu fcc (rote Linie) aufgetragen - ergibt sich die im PSE beobachtete Phasenfolge: fcc (Ca) -> hcp (Sc, Ti) -> bcc (V, Cr) -> fcc (Ni, Cu). Ausnahmen von dieser Folge finden sich bei den magnetischen Elementen Fe und Co, die im bcc-Typ kristallisieren.

Weitere Betrachtung zu elektronischen Strukturen werden bei der Besprechung der Elementhalbleiter und für einige ausgewählte intermetallische Phasen angeschlossen.

An dieser Stelle aber zuerst zu einfachen Varianten dieser drei Metallstrukturtypen.

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